Eben melden die Aachener Nachrichten, dass ein Baby aus Herzogenrath gestorben ist. Nach nur einem Jahr war das kurze Leben zu ende. Es ist vielleicht der erste Todesfall von Meningitis (Hirnhautentzündung) seit 2008.
Baby mit einem Jahr gestorben in Herzogenrath
Das verstorbene Kind könnte der erste Todesfall sein, den die Region seit 2008 zu beklagen hat. Man vermutet Hirnhautentzündung (Meningokokken-Meiningitis) als Todesursache. Ein Bild dieser Erkrankung sehen Sie hier als Archivbild aus Wikimedia Commons. Das Kind war nach den Informationen der Zeitung am Dienstag mit schweren Krankheitssymptomen ins Stolberger Bethlehem-Krankenhaus eingeliefert worden. Trotz sofortiger Behandlung starb es am Mittwoch. Meningokokken-Meningitis ist eine schwere, durch Krankheitserreger (Meningokokken) verursachte Erkrankung der Gehirnhaut, die durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Diese Krankheit ist selten und wurde letztes Jahr in der Region neun mal bestätigt.
Gestorbene Babys und Sternenkinder Aachen
Gestorbene Babys und Sternenkinder sind nicht nur bei uns ein Thema. Ein sehr tragisches und trauriges Thema. Sternenkinder sind die Kinder, die keine Chance auf ein Leben hatten. Meist sind es Frühgeburten und Totgeburten. Diese Kinder sind oft nicht bestattungsfähig, wie es heißt. Somit haben die Eltern dieser Kinder im Gegensatz zum erstgenannten Todesfall oft keine Chance, Abschied zu nehmen oder sich an einer Stätte zu erinnern. Sich kaum an das verstorbene Kind erinnern zu können ist eine sicherlich furchtbare Sache.
Posttraumatische Belastungsstörungen
Posttraumatische Belastungsstörungen sind eine schlimme Sache, die entstehen, wenn man solche furchtbaren Erlebnisse nicht verwindet und nicht überarbeitet. Ich möchte Sie bitten, darüber nachzudenken, ob Sie solche traumatischen Erlebnisse hatten. Wenn, dann sollten Sie einmal in sich gehen und fragen, ob Sie diese wirklich überstanden und verarbeitet haben. Können Sie wieder nach vorne schauen? Lohnen sich die Gegenwart und die Zukunft für Sie? Oft braucht es dazu Zeit und Arbeit. Allerdings muss man auch erst einmal den Mut aufbringen, sich mit einer solch intensiven Situation auseinander zu setzen und daran arbeiten zu wollen.
Geben Sie sich eine Chance
Sicher ist ein solches Schicksal schwer. Niemand sagt, es sei einfach, einen solchen Schicksalsschlag zu verkraften. Aber man kann daran arbeiten, wieder ein normales Leben zu haben. Sie dürfen natürlich trauern. Das gehört ganz sicher dazu. Aber in einem solch schweren Moment ist es ratsam, Hilfe zu suchen und Hilfe anzunehmen. Wir arbeiten daran, mit dem Tag der Seelischen Gesundheit eine Initiative im Raum Aachen entstehen zu lassen, die sich dafür einsetzt, sich Hilfe zu suchen, wenn sie nötig ist. So kann man schnell helfen und manchmal nur deswegen überhaupt noch helfen. Geben Sie den belastenden Dingen eine Chance, wieder gehen zu können. Setzen Sie sich damit auseinander, holen Sie sich Hilfe und nehmen Sie diese an. Ich freue mich, wenn Sie es schaffen, sich dorthin auf den Weg zu machen.
Ihr Arno Ostländer. Nicht nur Entspannungstrainer für Kinder, sondern auch selbst Vater.
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