Ich darf traurig sein! Im Artikel über die Große Liebe, die geht, habe ich gestern beschrieben, wie eine große Liebe zu Ende ging. Jede Beziehung wird irgendwann ein Ende haben, somit auch jede Liebe. Wie aber gehen wir mit unseren Gefühlen um und wie lernen wir wieder auf Menschen zuzugehen? Welches Verhalten kann und darf ich an den Tag legen und wie gehe ich dann weiter vor? Wie finde ich zu mir? Wie traurig darf ich sein?
Ich darf traurig sein!
Lassen Sie es zu, dass Sie traurig sind. Spüren Sie in sich und trauern Sie. Was bitte soll daran schlimm sein?
Sie haben das Recht dazu und Sie brauchen es auch für sich. Nehmen Sie es in Anspruch und versuchen Sie nicht, an der Oberfläche zu lachen.
Sicherlich sollten Sie nicht “der ganzen Welt etwas vorheulen”, aber Sie dürfen Momente, Zeiten und Zeitspannen haben, in denen Sie sich ein wenig zurückziehen, traurig sind und Ihre Trauer ausleben. Das ist wichtig für Sie.
Arbeiten Sie an und mit Ihren Emotionen!
Schauen Sie in sich und fragen Sie sich, was genau sie eigentlich traurig macht. “Kramen” Sie einmal unter den Dingen, die Sie fühlen. Was ist da wirklich? Ist es wirklich der andere Mensch, den Sie vermissen? Was kann es sonst sein? Was liegt unter den verletzten Gefühlen? Oft werden Sie mit etwas Übung und Geduld ganz andere Dinge finden, die Sie vielleicht sogar irritieren werden.
Ein Beispiel
Vielleicht entwickelt sich aus einer gescheiterten Beziehung ein glorreicher Neuanfang. Es kann sein, dass Sie genau das immer gebremst hat. Sie waren in der Gewohnheit gefangen und nun haben Sie eine neue Chance.
Diese werden Sie aber nicht sofort sehen.Sie müssen erst einmal die Traurigkeit ausleben. Das dürfen Sie. Danach können Sie wieder etwas klarer werden.
Was war wirklich?
Schauen Sie dann einmal zu den Dingen, die gut und schlecht waren. Was waren diese Dinge wirklich? Gut oder schlecht werden sie nur durch Interpretation. Und diese wird dann oft zur Wahrheit. Die Realität wahrzunehmen hat nichts mit gut oder schlecht zu tun.
Verarbeiten Sie die Trauer, schauen Sie unter die Oberfläche und geben Sie sich eine neue Chance. Wenn Sie dabei Hilfe brauchen, nehmen Sie diese auch in Anspruch. Ziehen Sie dabei aber nicht auch noch Ihre Freunde “mit runter” und gefährden durch eine zu große Strapaze auch noch eine Freundschaft. Sie brauchen Professionelle Hilfe. Die hilft Ihnen wirklich weiter.
Ihr Arno Ostländer – Paarberatung / Lifecoach
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